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Pressemitteilungen

    08.04.2014Komplexer Einsatz nach Kamerabefahrung am Frankfurter Flughafen

    Komplexer Einsatz nach Kamerabefahrung am Frankfurter FlughafenDas komplette Compact-Pipe®-System benötigt nur wenig Platz.D&S Rohrsanierung: Darauf ist Verlass

    Ein sehr ungewöhnliches Bild zeigte eine routinemäßige Kamerabefahrung des Abwasserkanals vor dem neuen Flugsteig A-Plus im Westen des Terminal 1 des Frankfurter Flughafens im August 2012. Quer durch den Kanal steckten Ankerlitzen, die im Zuge von Baumaßnahmen zur Errichtung von Spundwänden in den Boden getrieben wurden – und versehentlich den Kanal trafen. Da an dem Abwasserkanal wichtige Gebäudeabschnitte des neuen Flugsteigs, der am 10. Oktober 2012 in Betrieb gehen sollte, angeschlossen sind, musste die Leitung möglichst schnell von den Hindernissen befreit und anschließend saniert werden. Einschränkend kam hinzu, dass die Arbeiten während des Betriebs und Fluglinientransfer stattfinden mussten. Eine offene Bauweise kam daher nicht in Betracht. Letztlich entschied sich die für die Durchführung der Baumaßnahme verantwortliche FRAPORT AG für einen Vorschlag der DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG. Dieser sah zunächst die Entfernung der Ankerlitzen und die punktuelle Stabilisierung der beschädigten Kanalbereiche sowie eine anschließende nachhaltige Sanierung der beiden betroffenen Kanalhaltungen vor. Noch im August entfernte die als Subunternehmer beauftragte Firma Schwalm die Ankerlitzen. Danach sanierte die D&S-Rohrsanierung die Kanalhaltungen mittels Compact-Pipe-Verfahren nachhaltig. Die Arbeiten konnten zeitgerecht noch vor der Eröffnung des neuen Flugsteigs zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers beendet werden.

    Ein nicht alltäglicher Schaden
    „Das ungewöhnliche Schadensbild der in 11:00-Uhr-Position eintretenden und in 5:00-Uhr-Position austretenden Ankerlitzen erforderte eine schrittweise Sanierung“, erinnert sich Bauleiter Dipl.-Ing. (FH), M.Eng. Markus Schäfer, DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG, NL Aschaffenburg. Zunächst mussten die Ankerlitzen aus dem Kanal entfernt werden, um dann die beschädigten Rohrabschnitte sanieren zu können. Das beauftragte Subunternehmen setzte hierfür einen mit einem Druckluft-betriebenen Winkelschleifer ausgestatteten Roboter ein, der die Ankerlitze durchtrennte. Beton, der beim Verpressen der Ankerlitzen in die Abwasserleitung eingedrungen war, wurde anschließend mittels Meißelvorsatz herausgestemmt und durch Zwischenreinigungen aus dem Kanalabschnitt entfernt. „Insgesamt wurden auf diese Weise sechs Ankerlitzen aus zwei Kanalhaltungen innerhalb von 2,5 Wochen entfernt und die durchlöcherten Rohrbereiche mit Hilfe von Kurzlinern, kunstharzgetränktem ECR-Glasfaserlaminat, vorübergehend abgedichtet“, so Schäfer weiter.

    Bei der Produktion vorverformt
    Vor der endgültigen Sanierung der Haltungen wurden diese Kurzliner von der D&S-Rohrsanierung, Niederlassung Aschaffenburg, mit einem KATE-Roboter entfernt. Die Sanierung erfolgte dann durch die D&S-Rohrsanierung, Niederlassung Wetzlar, mit dem Compact-Pipe®-System. Das bei diesem System eingesetzte PEHD-Rohr wird nach der Extrusion im Herstellerwerk vorverformt, um eine Querschnittsreduzierung von bis zu 35 % zu realisieren – es entsteht die sogenannte C-Form. Diese erleichtert das Einziehen des Rohres in die Altleitung. In Frankfurt erfolgte das Einbringen der Compact-Pipe-Rohre DN 300 über Schächte. Nach dem Einzug wurden die Enden des Rohres verschlossen und das Rohr mit heißem Dampf wieder in seine ursprünglich runde Form gebracht. Abschließend erfolgte die fachgerechte Anbindung an die Schächte.

    „Die Qualität der mit diesem Verfahren eingebauten PE-Rohre entspricht neu verlegten PE-Standardrohren“, lautet das Fazit von Schäfer. Der Einsatzbereich für das Compact-Pipe®-System liegt zwischen DN 100 und DN 500. Es findet Anwendung bei der Sanierung von Wasser-, Gas-, Industrie- und Kanalrohrleitungen und ist besonders vorteilhaft bei hohen Verkehrsdichten, schlechter Zugänglichkeit, starker Überbauung oder wenn eine offene Bauweise nicht möglich bzw. erwünscht ist, wie im Fall am Frankfurter Flughafen.
    © Thomas Martin Kommunikation