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Pressemitteilungen

    05.05.2008Mobile Roboteranlage und modifizierter Hutstutzen aus der D&S-Ideenschmiede

    Mobile Roboteranlage und modifizierter Hutstutzen aus der D&S-IdeenschmiedeDer von D&S weiterentwickelte Hutstutzen hat die ersten Tests mit Bravour bestandenDie IFAT gilt als Leitmesse für den Bereich Umwelt und Entsorgung. Die Fachbesucher aus In- und Ausland erwarten neue, leistungsstarke Produkte und praxisorientierte, wirtschaftliche Lösungen für den Bereich der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft. Lösungen, wie sie die DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG seit vielen Jahren präsentiert. Die breit gefächerte Produktpalette an modernen und wirtschaftlichen Technologien rund um das Thema Leitungssanierung reicht vom Compact Pipe-Verfahren über die Zementmörtelauskleidung, Gewebeschlauch-Relining, Swagelining, Rohrrelining, den CityLiner als einzige mobile Tränkfabrik, die Robotertechnik, Haus- und Industrieliner bis hin zu Berstverfahren und Handsanierung sowie Hutstutzen für den Hausanschlussbereich. Beim Einsatz der Verfahren profitieren öffentliche und private Auftraggeber vom Know-how und der Dienstleistung genauso wie vom technischen Service und der modernen Ausrüstung des Sanierungsspezialisten, der über ein zunehmend dichter werdendes Netz an Standorten in Deutschland verfügt. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt: Mit Blick auf optimierte und wirtschaftliche Lösungen werden Geräte und Verfahren permanent überarbeitet und den jeweiligen Rahmenbedingungen auf der Baustelle angepasst. So konnten aufgrund der Entwicklung einer mobilen D&S-Industrieroboteranlage mehrere Sanierungsaufträge auf dem Werksgelände eines namhaften deutschen Autobauers realisiert werden. Zudem gelang den Sanierungsprofis mit der Weiterentwicklung der Hutstutzentechnik ein regelrechter Quantensprung im Anschlussbereich.

    Jetzt ist er dicht
    Die in den letzten Jahren unter anderem vom Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) wiederholt durchgeführten Tests machen deutlich: Schäden an Anschlussstutzen im Hauptkanal sind weit verbreitet. Das gilt insbesondere für den PE-Bereich und dort für den Hutstutzen. Hier gab es bisher keine zufriedenstellende Lösung. Diese haben Techniker bei der DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG jetzt gefunden. In der D&S-Niederlassung Wetzlar wurde der Hutstutzen in den vergangenen Monaten in mehreren Testreihen entscheidend weiterentwickelt und schließlich zur Serienreife gebracht. Das modifizierte Bauteil verfügt im Gegensatz zu den herkömmlichen Hutstutzen unter anderem über zwei Heizwendeln und zwei Dichtelemente. Der Prototyp hat seinen erste Auftritt mit Bravour bestanden: Er wurde unter realen Bedingungen in einer zu Versuchszwecken aufgebauten Haltung auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis: Dieser modifizierte Hutstutzen ist dicht nach DIN EN 1610.

    Prototyp brachte Folgeauftrag
    Eine eigene Werkstatt in Nürnberg stellt den hohen technischen Standard und die Leistungsfähigkeit des D&S-Maschinenparks sicher. Neben Wartung und Reparatur liegt ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der verschiedenen Anlagen und Robotersysteme. „Mit technischen Modifikationen, die auf die jeweiligen Tiefbauaufgaben ausgerichtet sind, erfüllen wir gezielt die Anforderungen des Marktes“, erläutert D&S-Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Jochen Bärreis die Philosophie des Unternehmens. „In Absprache mit den Bauleitern entstehen praktikable Lösungen, mit denen sich die unterschiedlichen Bauaufgaben vor Ort schnell und reibungslos realisieren lassen“, so Bärreis. So wurde unlängst eine Roboteranlage für einen Spezialeinsatz aus dem Fahrzeug ausgebaut, auf mobile Elemente montiert und über Versorgungsleitungen miteinander verbunden. Ein technischer Kniff, mit dem die Sanierungsmaßnahme überhaupt erst „machbar“ wurde und darüber hinaus zur Zufriedenheit des Auftraggebers ausgeführt werden konnte. Das Besondere: Aufgrund der kompakten Bauweise passten die mobilen Einheiten praktisch durch „jede Tür“. Zudem konnte die Produktion in den Werkshallen ohne nennenswerte Unterbrechung weiterlaufen. Die permanente Weiterentwicklung der mobilen Anlage war nicht nur der Garant für mehrere Folgeaufträge. „Im Zuge der Sanierungsarbeiten veränderte die Anlage praktisch permanent ihr Aussehen“, erinnert sich Matthias Kast, Leiter D&S-Robotertechnik. „Der Prototyp der Anlage war auf einem Pritschenwagen untergebracht“, so Kast weiter. „Für den Folgeauftrag haben wir funktionelle, leicht verfahrbare Bodengruppen gefertigt, auf denen Steuereinrichtung, Bedienelemente, Elektronik und die Trommel mit den Schläuchen montiert wurden.“

    Treffsicher und millimetergenau
    In der Nürnberger Werkstatt dreht sich vieles um die Robotersysteme, deren Basiselemente von KA-TE stammen. Nach Aussage des Leiters der Maschinentechnischen Abteilung (MTA), Werner Waiblinger, nutzt D&S das Hightech-Produkt seit mehr als 15 Jahren und ist aufgrund der hohen Anzahl der eingesetzten Geräte der weltweit größte Anwender. In der Branche genießt die Technik einen guten Ruf: Der Name KA-TE steht für millimetergenaues und treffsicheres Arbeiten bei der Sanierung von Kanalsystemen. Ein selbstfahrendes Trägergerät stellt das Kernstück des KA-TE Robotersystems dar. Es kann mit verschiedenen Robotern ausgerüstet werden, die für die unterschiedlichen Sanierungsverfahren konstruiert worden sind. Zu den typischen Einsatzgebieten zählen schadhafte Einbindungen von Hausanschlussleitungen in nicht begehbaren Kanälen. Ihre Sanierung erfolgt durch Abfräsen einragender Zuläufe und bündigem Verspachteln zur Rohrinnenwand. In diesem Zusammenhang wurde von D&S ein eigenes Epoxyd-Schalungsharz entwickelt. Dabei sind sowohl das Material als auch die Technik permanent hohen Belastungen ausgesetzt und Beschädigungen oder Ausfälle nicht immer zu vermeiden. Während leichtere Wartungsarbeiten von den Geräteführern auf der Baustelle durchgeführt werden, werden die Geräte in Schadensfällen auf schnellstem Weg nach Nürnberg gebracht und hier repariert. „Meist handelt es sich um mechanische Defekte oder um Kurzschlüsse in der Elektronik, die auftreten können, wenn Wasser in das Gerät eindringt“, so Waiblinger weiter. Aufgrund des umfangreichen und gut sortierten Ersatzteillagers sind die Geräte in der Regel nach nur kurzem Werkstattaufenthalt wieder voll einsatzbereit. Vor dem nächsten Baustelleneinsatz werden sie auf einer der drei Prüfstationen in der Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft. Ebenso wichtig: „Bei den Reparaturarbeiten kommt der Wiederverwertung von Bauteilen eine große Bedeutung zu“, wie Waiblinger betont.

    Deutlich weniger Energieverbrauch
    Darüber hinaus entwickeln die Spezialisten von D&S die Roboter anwendungstechnisch weiter. In Absprache mit den Bauleitern entstehen technische Lösungen, mit denen sich die unterschiedlichen Bauaufgaben vor Ort schnell und reibungslos realisieren lassen. So wurde unlängst ein Roboter für einen Spezialeinsatz mit einem frontalen Bohraufsatz ausgerüstet, andere Geräte mit Farbkameras und einer verbesserten Beleuchtung ausgestattet. Auch der für die Sanierungsmaßnahmen notwendige Fuhrpark wird in Nürnberg gewartet und optimiert. So werden unter anderem Fahrzeuge wie der DS CityLiner revidiert oder die für die meisten Verfahren unabdingbaren Heizungsanlagen auf ihre Einsätze vorbereitet. Hierbei handelt es sich um mobile Hochleistungs-Heizanlagen mit einer Leistung von 485 bis 1700 kW, die von Kfz-Meister Georg Gruhl, für die verschiedenen Sanierungsverfahren modifiziert bzw. komplett selbst aufgebaut werden. Bei den zweimal jährlich stattfindenden Revisionen werden die verschiedenen Anlagenteile optimiert. Das erhöht den Wirkungsgrad und den Sicherheitsstandard gleichermaßen. Der Energieverbrauch spielte auch bei einer weiteren Neuerung eine entscheidende Rolle. In der neuesten Generation wird die Schnelldampferzeugung grundsätzlich nur noch mit einer Abgas-Wärmerückgewinnung eingebaut. Die Folge: Ein wesentlich geringerer Heizölverbrauch bei effektiverer Leistung.
    Thomas Martin Kommunikation