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Robotertechnik

Fräsroboter DN 150 mit Schwenk­kopfkamera

Das Produkt
Der Name DS steht für professionelles Arbeiten bei der Sanierung von Kanalsysstemen. Die DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG nutzt das Hightech-Produkt seit mehr als 20 Jahren und ist aufgrund der hohen Anzahl der eingesetzten Geräte der weltweit größte Anwender. Kernstück des hydraulisch arbeitenden Systems, das auch bei schwach drückendem Grund­wasser­eintritt eingesetzt werden kann, ist ein selbst­fahrendes Träger­gerät. Die Steuerung der funktionalen Einheiten erfolgt über eine Video­kamera vom Basisfahrzeug aus. Die DS Roboter verfügen über eine Leistung von rund 6 PS und können mit verschiedenen Werk­zeugen ausgerüstet werden.

Das Einsatzgebiet
DS Roboter sind in Rohr­leitungen aller gängigen Werkstoffe in einem Nennweitenbereich von DN 150 bis DN 800 einsetzbar. Zusatz­ein­richtungen ermöglichen das Befahren von Eif­profilen. Zu den Anwendungs­bereichen zählen vorstehende, ausge­brochene, zurück­liegende oder zu verschließende Einläufe, Axial- und Radialrisse, Versätze, Löcher, Scherbenbildung, feste Ablagerungen, Hindernisse, Wurzel­einwüchse und defekte Muffen.

DS Roboter 150 wird im Nennweitenbereich DN 134-300 eingeführt

Der Einsatz
Die hydraulisch arbeitenden DS Robotersysteme werden aus dem Kontroll­raum im Basis­fahrzeug videoüberwacht gesteuert. Nach dem Ausfräsen der Schadstellen verpresst der Spachtelroboter ein zwei-komponentiges Epoxidharz in die Fräsnut. Eine für das System entwickelte Schalungs­manschette ermöglicht Sanierungs­arbeiten gegen leicht drückende Grundwasser ohne vorherige Abdichtung des Leitungs­abschnittes. Die Schalungs­manschette wird nach der Aushärtung des einge­brachten Epoxid­harzes entfernt. Eine Nach­behandlung des Sanierungs­bereiches entfällt. Die Vorbereitung der Schad­stellen hat entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis der Sanierungsarbeiten. Im ersten Arbeitsschritt wird der Haftgrund mit dem Fräs­roboter sorgfältig ausgefräst und Fettablagerungen, lose Teile etc. restlos beseitigt. Danach wird die Schalungs­manschette vom Spachtel­roboter über dem Zulauf positioniert und eine Blase als Innenschalung in den Zulauf gesetzt. Eine Arretierung sorgt für den festen Sitz der Manschette in der vorgesehenen Position. Durch zwei Öffnungen wird dann Epoxidharz in den zu sanierenden Zulauf gepresst. Nach dem Aushärten nimmt der Spachtel­roboter die Manschette einschließlich der Blasen­schalung auf. Das Ergebnis ist ein in der Ober­fläche glatter, vollständig verfüllter Zulauf ohne Querschnittsr­eduzierung im Anschlussbereich.

vom Steuerpult aus werden die Roboter im Kanal ferngesteuert

Die Vorteile
Die Vorteile des Systems – zum Beispiel gegenüber dem Verfahren mit dem Kurz­schlauch – zeigen sich besonders bei der Beseitigung von Rissen und Scherben sowie bei der Sanierung von Muffen. Die vielfältigen Einsatz­möglichkeiten sind eine der Stärken des DS Roboters, dessen enorme Fräs­leistung sowohl zur Ausführungsqualität als auch zur Lebens­dauer einer Sanierung entscheidend beiträgt.