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Pressemitteilungen

    26.06.2014UV-Liner-Einzug im Sicherheitsbereich der Startbahn West

    UV-Liner-Einzug im Sicherheitsbereich der Startbahn WestLageplan der Baumaßnahme: Die zu sanierende Schmutzwasserleitung DN 300 querte die Startbahn West des Frankfurter Flughafens.Pünktlich auf die Minute

    Der Frankfurter Flughafen ist mit 58 Millionen Passagieren in 2013 Deutschlands größter Verkehrsflughafen und der drittgrößte in Europa. Für den reibungslosen Betrieb des Flugverkehrs zeichnet die FRAPORT AG verantwortlich, zu deren Aufgaben auch die Instandhaltung der Infrastruktur auf dem gesamten Flughafengelände gehört. Im Rahmen des Neubaus der Rollwege zwischen den Start- und Landebahnen Nord und Süd hat die ausführende Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmen Bickardt Bau AG und JOHANN BUNTE Bauunternehmung GmbH & Co. KG die DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG mit der Sanierung eines Schmutzwasserkanals DN 300 beauftragt. Die besondere Herausforderung der Baumaßnahme bestand darin, dass der Schmutzwasserkanal unterhalb der Startbahn West verläuft und eine Sanierung nur in der flugfreien Zeit zwischen 23:00 Uhr abends und 5:00 Uhr morgens erfolgen konnte. Aus diesem Grund entschied man sich für den Einsatz eines lichthärtenden GFK-Liners, der innerhalb kurzer Zeit eingebaut und angeschlossen werden kann. Zudem verfügt der Liner über eine hervorragende chemische Beständigkeit: ein Aspekt, der auf Flughäfen vor allem mit Blick auf die verwendeten Enteisungsmittel und möglicherweise anfallende Kerosinreste eine entscheidende Rolle spielt.

    Optimale Wahl
    Für die Sanierung von Abwasserkanälen gibt es eine Vielzahl an Sanierungsverfahren, die vom Planer je nach Randbedingungen und Anforderungen für den Anwendungsfall auszusuchen sind. Auf dem Frankfurter Flughafen spielten der sehr knappe Zeitrahmen für die Bauabwicklung und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien die entscheidende Rolle für die Wahl des Sanierungssystems. Die erforderlichen Parameter hat der von der D&S Rohrsanierung eingesetzte UV-Liner voll erfüllt. Das ausgewählte System besteht aus einem mehrlagigen, korrosions- und chemikalienbeständigen GFK-Liner, der mit einer Außen- und Innenfolie versehen ist. Die Wanddicken betragen in Abhängigkeit von der berechneten Statik 3,0 bis 15,6 mm.

    Perfektes Timing bis auf die Minute
    Um die Sanierung des 130 m langen Kanalabschnittes innerhalb von nur sechs Stunden erfolgreich abschließen zu können, wurde die obligatorische Reinigung und Kamerabefahrung des Kanals vorgezogen. Unmittelbar nach Freigabe des Geländes durch die FRAPORT startete die Sanierungskolonne der D&S-Rohrsanierung um 23:00 Uhr zur Baustelle an der Startbahn West. Nach dem Einbau einer Gleitfolie in die Altrohrleitung und Montage von Packern an den Linerenden wurde der werkseitig mit einem UP-Harz getränkte Schlauchliner mit einer Seilwinde in die zu sanierende Haltung eingezogen. „Danach wurde der Liner unter Druckluft aufgestellt und eine UV-Lichtquelleneinheit mit einer definierten Geschwindigkeit – sie ist abhängig von der Linerdicke und Lichtstärke der UV-Lichtquelleneinheit – durch den aufgestellten Liner gezogen“, erläutert Bauleiter Dipl.-Ing. (FH) M.Eng. Markus Schäfer, DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG, NL Aschaffenburg, den weiteren Ablauf. Der Vorgang wird mit einer TV-Kamera an der Lichtquelle kontinuierlich überwacht. Das Ergebnis ist eine formschlüssig anliegende, dichte Rohrauskleidung. Alle Werkstoffe sowie der Installationsprozess unterliegen der Eigen- und Fremdüberwachung im Rahmen eines Qualitätssicherungsplans. „Die Vorteile des UV-Liners sind die schnelle Bauabwicklung, die hohe Flexibilität bei Profilen und Nennweiten sowie die hohe Resistenz gegen chemische und mechanische Belastungen, eine lange Lebensdauer und ausgezeichnete hydraulische Eigenschaften“, fasst Schäfer die hervorragenden Produkteigenschaften zusammen.

    Die Mannschaft der D&S-Rohrsanierung verließ auf die Minute pünktlich den Sicherheitsbereich, unmittelbar bevor die Startbahn wieder freigegeben wurde.
    © Thomas Martin Kommunikation